Gemeinsam durch die Pubertät
„Er war so ein braver Welpe, und jetzt fühlt es sich an, als hätte er alles vergessen, was wir zusammen geübt haben.“
Es ist halb sieben am Morgen, du gehst mit deinem acht Monate alten Hund die gewohnte Runde, und eigentlich läuft es gut. Zu Hause hat er vorhin ganz brav vor dem Napf gewartet, und du hast dir gedacht: Na bitte, wir sind auf einem guten Weg. Dann flattert eine Krähe aus der Wiese hoch, und zack, ist dein Hund am Ende der Leine, die Vorderpfoten in der Luft, die Ohren auf Durchzug. Du sagst seinen Namen, einmal, zweimal, ein bisschen lauter, und er schaut dich nicht einmal an. Auf der anderen Straßenseite bleibt eine Nachbarin stehen, und du spürst, wie dir die Hitze ins Gesicht steigt.
Zu Hause erzählst du es vielleicht halb lachend, aber insgeheim fragst du dich, wo der Hund geblieben ist, der vor ein paar Wochen noch so gerne an deiner Seite gelaufen ist.
Diese Geschichte höre ich am Hundeplatz fast jede Woche, nur spielt mal ein Radfahrer, mal ein Hase oder der Nachbarshund die Hauptrolle. Dein Hund ist nicht ungezogen geworden, er steckt mitten in der Pubertät, und da darf es eine Zeit lang holpern. In meiner Junghundegruppe begleite ich euch durch genau diese Zeit, und du lernst dabei, deinen Hund auch durch schwierige Situationen sicher zu führen, ob der Hase aus dem Feld springt oder euch auf dem schmalen Weg ein anderer Hund entgegenkommt. Dabei stehst du neben anderen, die gerade dasselbe erleben und mit denen du am Ende der Stunde auch einmal herzlich darüber lachen kannst.
Irgendwann zwischen dem sechsten und achten Lebensmonat beginnt bei den meisten Hunden die Pubertät, und die Zeit bis zum wirklich erwachsenen Hund dauert oft deutlich länger, als man denkt, bei vielen Hunden bis ins dritte Lebensjahr hinein. In dieser Phase wird das Gehirn neu sortiert: Verbindungen, die wenig gebraucht werden, verschwinden, neue entstehen, und das passiert im laufenden Betrieb. Deshalb wirkt es manchmal so, als hätte dein Hund Gelerntes vergessen, obwohl es noch da ist, nur gerade schwerer abrufbar.

Der Bereich, der für Impulskontrolle und Frustrationstoleranz zuständig ist, also für das Abwarten-Können und das Aushalten, wenn etwas nicht sofort klappt, reift dabei erst ziemlich spät. Gleichzeitig reagiert das Gefühlszentrum empfindlicher als vorher. Das erklärt, warum dein Junghund an einem Tag übermütig jedem Blatt hinterherstürmt und am nächsten Tag plötzlich vor der Mülltonne erschrickt, an der er schon hundertmal vorbeigegangen ist.
Die gute Nachricht: Diese Phase geht vorbei, und mit einer klaren, freundlichen Begleitung kommt ihr beide viel gelassener durch. Was du jetzt übst, mit viel Wiederholung, kleinen Erfolgen und einem verlässlichen Rahmen, trägt euch weit über die Pubertät hinaus.
✓ Du verstehst, was in deinem Junghund gerade vorgeht, und hörst auf, an dir oder an ihm zu zweifeln.
✓ Du lernst, deinen Hund sicher durch schwierige Situationen zu führen, zum Beispiel wenn euch auf einem schmalen Weg ein anderer Hund entgegenkommt oder plötzlich ein Hase aus der Wiese springt.
✓ Dein Hund lernt, seine Impulse zu steuern, an der Tür, beim Futter und wenn draußen etwas Spannendes passiert.
✓ Ihr übt eine lockere Leine und einen Rückruf, die auch dann funktionieren, wenn rundherum etwas los ist.
✓ Dein Hund lernt, auf seiner Decke zur Ruhe zu kommen, und du erkennst früh, wann ihm alles zu viel wird.
✓ Kleine Gruppe, Einstieg jederzeit und viel Verständnis für Hund und Mensch.
1Aufmerksamkeit im Trubel: Dein Hund schaut von sich aus zu dir, auch wenn rundherum etwas los ist.
2Impulskontrolle: Warten zahlt sich aus, beim Futter, an der Tür und bei Begegnungen.
3Lockere Leine mit Richtungswechseln und Stopps: Dein Hund denkt mit und orientiert sich an dir.
4Rückruf mit Ablenkung: an der Schleppleine aufgebaut, damit er kommt, bevor du ihn von der Leine lässt.
5Ruhe auf der Decke: Dein Hund geht auf seinen Platz und entspannt dort, zum Beispiel im Café oder wenn Besuch kommt.
6„Weiter“ an spannenden Stellen: Er lernt, an Gerüchen und Ablenkungen vorbeizugehen, ohne dass du ziehen musst.
7Tauschen und Auslassen: Er gibt Spielzeug oder einen gefundenen Schatz freiwillig her, weil sich das für ihn lohnt.
8Alltag ohne Überforderung: Wir gewöhnen deinen Hund an neue Situationen und achten dabei genau auf sein Stresslevel.
Jede Stunde beginnt damit, dass die Hunde in Ruhe ankommen und schnüffeln dürfen, denn ein aufgeregter Kopf kann nichts Neues lernen. Danach üben wir in kurzen Blöcken, jeweils mit einer Übung, die du direkt in euren Alltag mitnehmen kannst. Weil Junghunde noch so gerne spielen, gehört auch das Spielen dazu, und dafür teilen wir die Gruppe so ein, dass dein Hund Freude am Spiel mit den anderen hat und nicht überfordert wird. Zum Schluss besprechen wir gemeinsam, was gut geklappt hat und welche Übung du in der kommenden Woche zu Hause einbaust. So weißt du nach jeder Stunde ganz genau, was als Nächstes dran ist.
Einstieg
jederzeit möglich
laufende Gruppe
Dauer
60 Minuten
pro Einheit
Tag und Uhrzeit
Freitag, 15 Uhr
Ort
Hundeplatz DogTeam
Hahnwiesenweg, 8430 Leibnitz
Alter
ca. 5 Monate bis 1,5 Jahre, das besprechen wir gemeinsam
Teilnehmer
maximal 6 Mensch-Hund-Teams
Ja, gerne. Wir schauen beim ersten Mal, wo dein Hund gerade steht, und holen euch genau dort ab. Manches wird für euch am Anfang neu sein, und das ist völlig in Ordnung.
Genau das ist in der Pubertät sehr häufig, und es ist ein wichtiger Teil dessen, was wir üben. Wir arbeiten mit genug Abstand zwischen den Hunden, damit dein Hund ansprechbar bleibt. Erzähl mir beim Kennenlerntermin, wie dein Hund reagiert, dann überlegen wir gemeinsam, ob die Gruppe, zum Start eine Einzelstunde oder die intensive 1:1-Begleitung in meinem Programm „Die jungen Wilden“ besser zu euch passt.
Ja. Die Junghundegruppe läuft durchgehend. Jede Stunde ist so aufgebaut, dass auch neue Teams gut mitkommen.
Weniger, als du vielleicht denkst. Du bekommst nach jeder Stunde eine Übung für die Woche, und die baust du in ein paar kurzen Momenten am Tag in euren Alltag ein, vor dem Napf, an der Haustür oder auf dem Spaziergang. Kurz und regelmäßig bringt in der Pubertät viel mehr als selten und lange.
Das gehört dazu. Rückschritte sind in der Pubertät ganz normal und heißen nicht, dass euer Training nicht funktioniert. Wir gehen dann einfach einen Schritt zurück, machen es deinem Hund wieder leichter und bauen von dort aus weiter auf.
Und dann kommt dieser eine Morgen, ein paar Wochen später, auf genau derselben Runde. Wieder flattert eine Krähe aus der Wiese hoch, dein Hund spitzt die Ohren und macht einen Schritt nach vorne, und dann dreht er den Kopf und schaut zu dir. Die Leine hängt locker in deiner Hand, du sagst ganz ruhig „Weiter“, und er trabt neben dir her, als wäre nichts gewesen. Nicht jedes Mal klappt es so, aber immer öfter.
Junghundekurs
120 € im Monats-Beitrag
über dein DogTeam-Monats-Abo, hier erfährst du mehr
laufende Gruppe, Einstieg jederzeit, jeden Freitag um 15 Uhr am Hundeplatz in Leibnitz
✓ Einstieg jederzeit
✓ für Junghunde von ca. 5 Monaten bis 1,5 Jahren, auch ohne Welpengruppe
✓ kleine Gruppe mit maximal 6 Mensch-Hund-Teams
Vereinbare hier deinen unverbindlichen, ca. 30-minütigen Kennenlerntermin. Dabei lernen wir uns und deinen Hund in Ruhe kennen, und wir schauen gemeinsam, ob die Junghundegruppe gut zu euch passt.
Lieber persönlich? Ruf mich an unter 0699 11950001
Deine Barbara 🌞🐶
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